[wilhelmtux-discussion] Kanton Bern geht Risiken der Cloud von Microsoft ein
Theo Schmidt
sus2006 at bluewin.ch
Tue Jul 18 09:28:47 CEST 2023
Liebe Liste,
Wer es nicht mitbekommen hat, Markus Wernig hat auf
https://www.wilhelmtux.ch eine Pressemeldung zum Umstieg von
Verwaltungen auf MS Office365 verfasst und der Presse verschickt. Hier
ausführlicher: https://www.wilhelmtux.ch/?PID=133&MID=4
Dies aufgrund von Zeitungsartikeln:
https://www.derbund.ch/kanton-bern-geht-risiken-der-cloud-von-microsoft-ein-112592143382
Hier PDFs bis 6.8.23 gespeichert:
https://www.swisstransfer.com/d/50e10e9b-1f9b-47e4-89b2-5e96dec074ff
In Gemeindeverwaltungen passiert dasselbe, hier in Steffisburg:
https://www.thuneramtsanzeiger.ch/2023071/publikation-nach-art.-101-abs.-3-der-kantonalen-gemeindeverordnung
Die Politik hat aufgegeben, bis auf die Piratenpartei:
https://www.piratenpartei.ch/2023/07/06/microsoft-hat-bern-am-haken-piraten-sind-fassungslos/
Auch sonst wenig Reaktionen der früher diesbezüglich aktiven
Organisationen. Der Bund hat heute meinen Leserbrief publiziert, auf
Seite 21, hier im Wortlaut:
"Ich bin mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten einig, dass
behördliche Daten und Programme in der Cloud eines US-Konzerns ein
Risiko darstellen, und ich bin mit vielen weiteren Datenschutzbehörden
und Experten einig, dass sie nicht dorthin gehören. Zwar gibt es diese
Risiken genauso bei schweizerischen Lösungen, jedoch verteilt und nicht
als dermassen grosses Klumpenrisiko, welches theoretisch das ganze Land,
beziehungsweise alle von Microsoft oder anderen Konzernen abhängigen
Verwaltungen, lahmlegen könnte. Vor allem der Wechsel zu Microsoft
Office 365 stellt einen Paradigmenwechsel dar. Die Benutzer werden
komplett abhängig von dieser integrierten Lösung, auch gedanklich. Der
Lock-in Effekt wird ins Extreme gesteigert; wer nicht mit der
Konzern-Lösung arbeitet, hat das Nachsehen. Wer damit arbeitet, hat es
bequem, verlehrt jedoch «richtige» ICT und muss bezahlen, was die
Anbieterin gerade will. So geht ICT-Knowhow verloren und ein ganzes Land
muss nach der Pfeife der monopolistischen Konzernen tanzen."
Ein wenig einfach, aber die Leserbriefe werden neuerdings auf 1000
Zeichen limitiert und lassen keine "Werbung" oder Links zu.
Liebe Grüsse,
Theo Schmidt
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