[wilhelmtux-discussion] Microsoft zieht in Schulzimmer ein

Theo Schmidt sus2006 at bluewin.ch
Wed Apr 14 09:45:21 CEST 2021


Hallo zusammen,

On 14.04.21 09:21, Beat Döbeli Honegger wrote:
...
> ich melde mich nochmals bezüglich Base4Kids2. Da in dieser Liste verschiedentlich der Vorschlag gemacht worden ist, sich an die Politik und/oder an die Medien zu wenden, hier mein Rat zur Vorsicht. Solche Schul-ICT-Projekte sind komplex und vielschichtig. Oft scheitern sie (wie viele ICT-Projekte) unabhängig davon, ob Open- oder Closed Source Software verwendet wird. Eine Herausforderung insbesondere bei Schul-ICT-Projekten ist zudem, dass alle meinen mitreden zu können, weil sie selbst einen Computer besitzen und jemanden kennen, der mal in die Schule gegangen ist ;-)
> 
> Kürzer formuliert: Eine Stellungnahme ohne detaillierte Projektkenntnis wirkt nicht sehr professionell.

Vielen Dank, Beat. Das ist zweifellos richtig. Ich habe weder die Zeit 
noch die Kompetenz, eine "professionelle" Stellungnahme zu formulieren, 
und unsere kompetenten Mitglieder noch weniger Zeit. Es geht hier um ein 
*politisches* Statement. Das Thema scheint gelaufen, wird aber glaube 
ich unterschätzt. Wir werden immer abhängiger von IT, bald auch von KI, 
neuer Hardware bis zu selbstschiessenden Waffen, und wird ein besonnener 
Umgang mit Informatik-Mitteln immer wichtiger. Dazu scheint es mir 
selbstverständlich, dass die Bildungseinrichtungen sich nicht von 
Grosskonzernen jeder Art instrumentalisieren lassen, wie offenbar immr 
mehr geschieht.


On 12.04.21 17:26, Markus Wernig wrote:
...
 > Wenn wir schauen, wer (bzw. wieviel Wo*manpower und Geld) hinter so
 > Angeboten wie Office365 und Teams stecken, dann überrascht es nicht,
 > wenn kleinere Anbieter, die ein paar Nextcloud-Server ins Netz stellen
 > und nach bestem Wissen und Gewissen konfigurieren, nicht das gleiche
 > "Kundenerlebnis" bieten können. Noch dazu war die Zeit - wenn das
 > stimmt, was Matthias da in dem von Robert verlinkten Beitrag [1] sagt -
 > mit 6 Monaten natürlich viel zu knapp. Und dass die Plattform dann trotz
 > der Mängel in Betrieb ging, spricht nicht gerade für die
 > Projektleiter*innen... und erinnert auf fatale Weise an das Vorgehen
 > damals im Kanton Solothurn.

Ich habe bisher mit einem Mitarbeiter der Gruppe "Digitale 
Nachhaltigkeit" telefonieren können. Er bestätigte obiges, sagte aber, 
dass z.B. Lernstick doch vielfach in Betrieb ist, sogar innerhalb 
Base4Kids2 auf 500 alten Laptops! Das Problem ist, dass die 
*Wahrnehmung* davon oft etwas Minderwärtiges reflektiert, und wenn es 
noch so gut funktioniert, einfach weil das in den Köpfen ist, gerade bei 
Lösungen mit alter Hardware. Er plädiert deshalb für moderne Geräte, 
aber nicht iPads, die wegen ihrer Geschlossenheit und/oder 
ARM-Prozessors (für Lernstick jedenfalls) nutzlos sind (im Gegensatz zu 
normalen Apple Laptops).

Liebe Grüsse,
Theo



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