[wilhelmtux-discussion] Microsoft zieht in Schulzimmer ein
Wuergler Robert
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Mon Apr 12 12:00:04 CEST 2021
Salut zäme
On 11/04/2021 19:23, Theo Schmidt wrote:
> Hier eine bessere Quelle:
>
> https://www.computerworld.ch/business/business-it/schulinformatik-stadt-bern-geld-setzt-microsoft-2652628.html
>
>
> Offenbar muss der Stadtrat einen Nachkredit bewilligen, damit die Stadt
> Office-365, OneDrive und Teams, sowie weitere 1000 iPads kaufen kann.
> Für mich ganz schlimm. Wollen wir beim Stadtrat anregen, den Kredit
> *nicht* zu bewilligen?
Was ist passiert? Weiss du, weiss jemand mehr?
Verstehe ich richtig: "die Schulinformatik-Plattform war nicht
benutzergerecht und wies grosse Funktionsmängel auf"? (Was man bspw.
seit Jahren für MS Office sagen könnte.)
Wenn mein Bookmark von 2019[1] mehr Aufschluss geben sollte, werden im
Brief Probleme zusammengefasst, die weder auf FOSS noch Nicht-FOSS
hindeuten. Man müsste mehr wissen. Oder Matthias Stürmer grundsätzlich
zustimmen, es sei "nicht zu viel, sondern zu wenig auf Open-Source
gesetzt worden". Dass die aufgezählten Produkte funktionieren, ist ja
unbestritten.
Wer schon andere Projekte scheitern sah, würde sich eher fragen, wieso
man das Projekt in Produktion setzen lassen konnte. Oder wie man eine
solche Konstellation ursprünglich überhaupt erwägen konnte. Von aussen
betrachtet: das konnte nicht gut gehen. Auch hier: man müsste mehr wissen.
On 11/04/2021 22:23, Markus Wernig wrote:
> Meine Befürchtung ist aber, dass hier schon so
> viel Geschirr zerschlagen
> wurde (sicher auch durch einseitige Berichterstattung von seiten der
> Lobbyisten-Gemeinde), dass das Thema jetzt ein rotes Tuch für die
> Politik und keine sachliche Diskussion mehr möglich ist.
>
Ja. Kaum denkbar, dass da etwas zu holen wäre. Auch hier, das ist bei
"gescheiterten" fast immer so (leider oder normal?).
> Offenbar stützt sich das jetztige Vorgehen auf einen "externen
> Analysebericht". Der wäre sicher interessant zu lesen. Sind diese
> Unterlagen öffentlich?
Die wären in diesem Kontext erhellend, bevor man sonst was tut. Könnten
sicherlich gesucht oder sonst bestellt werden.[2]
On 12/04/2021 09:00, Theo Schmidt wrote:
> Es geht weniger um die technischen als um die politischen
> Aspekte.
...
> Ich finde es sollte selbstverständlich
> sein, dass öffentliche Einrichtungen wie Schulen öffentliche Software,
> also FOSS verwenden sollten, sowie Geräte, die sich alle
> leisten können,
> also sicher keine iPads.
Realpolitisch: wir sind noch nicht dort. Computerworld deutet ferner an,
dass 'sich leisten können' i. e. S. kein Punkt ist. Nebst bereits
erwähnten Aspekten wie Datenschutz (Markus), wobei der Begriff zu
ersetzen wäre, oder Tablet vs. Laptop (Beat) könnte IMHO wohl nur
geltend gemacht werden, dass das Vorhaben *so* scheitern *musste*. Auch
hier bräuchte man den "externen Analysebericht".
Gruess
rw
[1] https://www.inside-channels.ch/articles/56263
[2] Die "Technologiestudie" von sieber&partners ist es eher nicht, wurde
vermutlich knapp vor Projektstart erstellt (bei mir nicht abrufbar):
https://www.sieberpartners.com/referenzen/2019/4/23/technologiestudie-base4kids2-fr-die-stadt-bern
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