[wilhelmtux-discussion] Verschlechterung bei TaxMe online BE

Robert Wuergler wilhelmtux at wuergler-consulting.ch
Thu Oct 8 10:05:29 CEST 2009


Theo Schmidt wrote:
> Wer wie ich versucht hat in letzter Zeit die Steuererklärung im Kanton Bern 
> abzuschliessen, ist nicht beglückt über die neuste Version von TaxMe online, die 
> über's Wochenende aufgeschaltet wurde, denn der Konqueror Browser kann nicht 
> mehr benutzt werden und auch im Firefox geht drucken nicht mehr richtig. Man 
> muss auf die Idee kommen, eine Datei index.jsf als PDF abzuspeichern und dann 
> erst zu drucken. Das ist zwar ganz praktisch, gleich PDFs zu bekommen, aber 
> nicht wirklich benutzerfreundlich.

Da ich die Steuererklärung auch noch machen muss, bin ich interessiert
und habe es mir grob angeschaut. Bei mir kommt bei Klick auf "Drucken"
printSelection.pdf in einem neuen Fenster. Zu 99 % war das schon für
2007 so, ich erinnere mich, und ich finde es in diesem Zusammenhang ok -
ich will ja das PDF-Dokument, das heisst u. a. das, was ich immer noch
per Post schicken muss, bei mir abspeichern und nicht irgendwelche
HTML-Datei.

Kritisieren kann man im Quellcode die tonnenweise, unübersichtliche
Aneinanderreihung von JavaScript (nicht Java), die heutige Seuche halt,
mit Ajax sowieso, wobei "window.open" hier wohl tolerierbar ist.

Womöglich kommt Konqueror ohne (richtige) Angabe eines MIME types nicht
zurecht, denn die "irgendeinedatei.jsf" müsste nach dem Willen des
Programmierers im neuen Fenster eben "einepdfdatei.pdf" heissen und
somit richtig kommen, dann zumindest, wenn (bei einigen Browsern
notwendig), der Browser so eingestellt ist, dass PDF nicht mit einem
Plugin im Browser angezeigt sondern gespeichert werden, sonst könnte es
bei bspw. Konqueror evtl. nicht gehen (will ich persönlich aber ohnehin
nie). Das ist zwar nicht vorgesehen, wie die Zugabe von
width=500,height=270 zeigt. Das gewöhne ich meinem Browser ohenhin
konsequent ab, um solche Probleme zu umgehen.

> 
> Schade um die sonst vorbildliche Software, die sogar einen Preis gewonnen hatte. 
> Auf telefonische Anfrage sagte mir die Steuerverwaltung, dass Linux nicht 
> unterstützt würde, wenn es früher gegangen sei, sei dies zufällig.

Gelegentlich reklamiere ich auch, wenn es sich um eine semi-öffentliche
Site handelt (bspw. erfolgreich bei DRS und einer Versicherung).
Allerdings würde ich mich nie auf eine Diskussion "welches OS wird
unterstützt" einlassen (besonders wenn der am Telefon nicht der
Web-Profi ist), sondern gar nie aufbringen und wenn der andere damit
kommt, konsequent die Meinung äussern, dass Web ja genau so konstruiert
ist, dass es nichts mit "welches Betriebssystem wird unterstützt" zu tun
hat, sondern nur mit dem Browser.

Hier hat man es einfacher mit "wenn fehlerfrei und standardkonform
codiert wird, läuft die Site auf jedem modernen Browser", ergo "Ihr
Programmierer hat Fehler eingebaut", entsprechend diplomatisch
umformuliert ... Da muss man sich aber sicher sein, dass man den Code
auch angeschaut hat und evlt. mit Code-Muster bestätigen kann (IMO ist
das obige PDF nur bedingt ein Bsp., allerdings womöglich schlampig
umgesetzt, aber persönlich traue ich Konqi sowieso nicht ...).

Dann sage ich manchmal wenn's passt noch, dass ein guter Web-Worker i.
d. R. nur einen einzigen Grund hat, abzufragen, welcher Browser der User
verwendet, nämlich um Darstellungs-Fehler des IE auszubügeln. (Dass
sonst unnötig OS oder Browser identifiziert werden, hat zwar IMO stark
abgenommen, aber ist immer noch zu oft bei Sites zu finden. Meistens
gehen selbst poorly coded Sites nämlich wie gesagt auf fast allen
Browsern. Sieht man etwa, wenn man den Browser anders identifizieren
lässt - bei Opera sehr einfach mit F12, bei FF about:config oder addon
User Agent Switcher usw.)



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