[wilhelmtux-discussion] Artikel ??ber OLPC in Tagesanzeiger

Neo neo at spacerat.ch
Mon Oct 2 12:54:11 CEST 2006


Hallo Wilhelm Tuxer

On Mon, 2006-10-02 at 11:18 +0200, Beat Rubischon wrote:

> Ich weiss nicht, ob ich den Novell SuSE Linux Enterprise Desktop (SLED)
> als eine echte Alternative sehen soll. Das Ding ist kostenpflichtig und
> die beiden Entwicklercenter in Deutschland (ex SuSE) und den Staaten (ex
> Ximian) scheinen sich spinnefeind zu sein. Wer die Entwicklung zum
> libzypp Patch mitverfolgt hat, weiss, dass sich die beiden Teams nicht
> moegen und alles als Anlass nehmen, sich einen auszuwischen.

Gute Info, merci. Da lob ich mir doch RedHat. Kompetenter Support, keine
Probs beim Installieren ob auf einer Sun v20 (x64) oder einem Proliant.
Einzig die SCSI Treiber auf dem Proliant sind nicht wirklich
upgradetauglich (von enterprise 3 auf 4). Aber eine neuinstallation mit
Kickstart ab Netz dauert gerade mal 10 min. Dazu kommen super
entwicklerteams und damit stabile Versionen. Es werden neue Features
backported, also zB ein kernel bug wird behoben indem er von der letzten
Kernelversion auf die aktuelle Enterprise Kernel version backported
wird, und damit die Kernelversion während des Lebenszyklus eines
Enterprise Releases nie ändern. Somit bleiben auf die Zertifikationen
(Oracle, und was weiss ich, haumichblau) erhalten. 

> Ich darf als Komplettloesungsanbieter SLED kostenlos installieren - aber
> keine Upgrades einspielen. Also liefere ich ein System aus, das dem
> Kunden genau eines bereitet - Aerger. Ich will ihm aber etwas Gutes tun
> und das kann ich mit dieser Loesung schlicht nicht.

Muss es denn wirklich ein Enterprise System sein?

> >> Ich installiere uebrigens gerade Suse Linux Enterprise Server 10 fuer
> >> einen
> >> Kunden. Bis jetzt laesst sich der Installationsvorgang gut an - auch auf
> >> einem HP Proliant Server, der fuer Linux durchaus 'ne Knacknuss sein
> >> koennte.
> 
> SLES ist etwa das, was Solaris oder SCO vor 10 Jahren waren. Ein Server
> OS, das nicht billiger in der Beschaffung und dem Betrieb als Windows
> 2003 ist. Der Lieferant garantiert 5 Jahre Patches und Support, will
> dafuer aber viele $$$. Unterstuetzung aus der Community ist kein Thema,
> da die privaten User nie im Leben SLES installieren wuerden.

Ebenso RedHat. Zu teuer, können sich nur Firmen leisten, die auch
wirklich den Support brauchen und auch in anspruch nehmen. Dazu ist es
mit all den diversen Subscriptions recht undurchsichtig. Auch die
Schulungen sind exorbitant teuer. Positiv bis genial ist das RH Network.
Es lassen sich per eifache internetverbindung zB Systeme patchen, neu
installieren, verwalten halt. Da kenne ich das Pendant von Suse nicht,
ist das benutzbar?

> > ich bin mittlerweile ein wenig aus der übung mit suse - wie sieht es mit
> > suse servern aus? kann man da mittlerweile problemlos von version zu
> > version upgraden ohne neu installieren?
> 
> Bei SLES und der neuen SLED machst Du keinen Upgrade. Du kaufst eine
> neue Kiste, installierst das System einmalig und ziehst anschliessend
> die Patches nach. Periodisch kommen Servicepacks, damit
> Neuinstallationen nicht so lange dauern. Die 5 Jahre garantierten
> Support entsprechen - im Firmenumfeld - dem Lebenszyklus einer Workstation.

Samesame, but different bei RH. 5 Jahre Zyklus.

> OpenSuSE ist etwa das, was Du vermutlich kennst. Alle halbe Jahre eine
> neue Version und Upgrades - hmm - ich habe sie nie probiert. 10.1 ist
> ein derartiger Murks, dass es sich selbst nicht richtig upgraden kann.

Unter anderem deswegen (und weil ich yast nicht ausstehen kann) hab ich
(Open)suse schon vor Jahren aus dem Kreis nützlicher Distis
ausgeschlossen. Da nehm ich einfach ein Fedora oder Debian für private
oder Firmen mit genügend Ressourcen um auch mal was basteln zu können.

Enterprise setze ich nur da ein wo es ausdrücklich erforderlich ist.
(Grosskunden, Cluster, etc)

A propos Cluster: Hat einer eine Ahnung wie unter Suse geclustert wird?
Nur mit kommerziellen zusatzprodukten wie Veritas etc?

Gruss

Tom Stocker
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