[linuxola] meiner ersten wochen in kamerun

kamerun@immerda.ch kamerun at immerda.ch
Don Dez 6 14:01:29 CET 2007


seit mehr als 2 wochen bin ich jetzt hier in cameroun, zeit für einen 
kurzer uberblick der aktivitäten

vor meinem abflug in genf traf gerald ein freund, der in nica mit mir 
war. es war sehr gut und hat mir gut getan nach allen strapazen der 
vorbereitungen dieser reise.

montag 19.11.2007 ankunft in douala

die reise war problemlos, im flughafen Douala warteten chanceline, 
david, prince, alle mitglieder der linux users group in bamenda, and 
isidore, der architect eines hauses in limbe, eine kleine stadt, wo ich 
wohnen werde. die pass und zoll waren sehr einfach nd unbuerokratisch, 
alles gut organisert und freundlich. von flughafen gingen wir alle 
zusammen in limbe. während der reise erfuhr ich, dass das haus noch 
nicht fertig sei.
nach einem ungefähr 1 stunde fahrt kamen wir in limbe und tatsächlich 
war es nicht möglich in diesem haus zu wohnen, aber viele arbeiter waren 
eifrig, dieses haus fertig zu bauen. isidor sagt mir, dass es in einer 
woche fertig sein wird. es gab denn 2 möglichkeiten:
in einem hotel zu gehen oder in bamenda, die "hochburg" der linux users 
group zu fahren. wir gingen erst im meer baden, um frischen gedanken zu 
haben. wir entschieden denn in bamenda zu fahren, da es dort vieles zu 
tun gibt. vor unserer abfahrt nach bamenda, besuchten wir in limbe 2 
orte, die david, ein sehr aktiver mitglied der linux group, schon vorher 
besucht hatte.  der 1. ort war ein internet cafe, leider war der 
verantwortlicher nicht da. der 2. ort ist der zentrum martin luther 
king. es ist ein ong in limbe, sie arbeiten auch mit computers, machen 
selber informatik kurse und benützen eine linux machine als file server. 
es war eine sehr herzige atmoshere und wir beschlossen uns später zu 
treffen.

Reise nach bamenda
wir gingen mit dem nachtbus. es ist aber nicht ganz sicher, besonders  
in dieser zeit vor weihnachten: es gibt viele ueberfaelle, um eben geld 
zu haben und so ein schoenen weihnachten feiern zu koennen.

mittwoch 21. oktober 2007

in bamenda ging ich am morgen zu "meinem"  Artz, der mir so gut 
behandelt während meiner letzten malaria anfall. ich sprach mit ihm auch 
ueber mein "experiment" with  artemisia prophilax. er kennt die pfanze 
sehr gut und er hat sie bei seinem garten eingepflanzt. ich war sehr 
erstaunt, dass es sogar in seinem garten artemisia hatte. es war ein 
sehr freundliche begegnung.

wir gingen noch in einem internet cafe um mails und upload für den 
www.njahbisoli.org zu machen: es gelang uns nicht: es war nicht möglich 
sein eigenes notebook zu benuetzen und der usb stick funktionniert es 
nicht...
 
am nächsten tag hatten wir in ocoso abgemacht. ocoso ist ein ngo für die 
verteidigung der  rechte der konsummentInnen. die computers, die ich 
damals geschickt hattte und die erst mit mehr als 6 monate verspätung 
ankamen sind zum teil in diesem raum installiert. der lokal war aber 
geschlossen und es ging sehr lang bis einen schlüssel gefunden wurde.
wir diskutierten der nächte tag: besuch bei BUST (bamenda university of 
science and technology). die situation ist folgendes: der linux users 
group gibt in dieser uni lektionen für die studentInnen, 1 mal in der 
woche 2 stunden.

freitag 22.11.2007
fahrt nach bust bamenda university of science and technology .
diese uni ist ausserhalb der stadt bamenda. wir haben dann die klasse 
gegeben, ich selber habe eine kurze einführung über open source und 
linux gegeben. es war sehr herzig und die klasse endete mit den ubuntu 
song, der die linux group selber komponiert haben. zu bemerken ist: die 
klasse  hatte kein einziger computer, so ist der kurs sehr theoretisch.

eine leherin zeigte uns dann der computer raum: 2 ziemlich alte machinen.
wir sprachen dann mit dem direktor: er gab uns zuerst allgemeine infos 
ueber dieser uni, eine  private uni, die aber von staat  anerkannt ist. 
auffallend ist, dass sie grossen wert geben für die praxis: jede 
studentIn muss ein praktikum absolvieren. fuer die zusammenarbeit, 
zeigte er sich sehr offen entgegen linux and open source. er zeigte uns 
ein raum "under construction", das wird die zukünftige computer raum 
sein, da jede studentIn grundkenntnisse in computer haben muss. da sie 
im moment kein computer haben, wir werden uns anstrengen, computer zu 
finden.

samstag 23.11.2007
teilnahme  an der wöchentlich sitzung es gibt wie jede woche einen 
bericht der sizung bei
www.njahbisoli.org.

sonntag 24.11.2007
reise nach yaounde. ein teil des projektes ist in yaounde und wir wollen 
einen besuch machen, um zu sehen wie weit die gruppe in yaounde ist. es 
ist eine 7 stunden fahrt mit einem bus. die billet muessen vorher 
bezahlt werden so muss ein ganzer tag gerechnet werden. im bus waren es 
eine gruppe "francophone" in bus, ich vermute es waren militaers. sie 
waren nicht aggressiv aber auffallend laut. die atmosphere war gereizt. 
der bus chauffeur weigerte sich weiterzufahren, da sie alkohl in bus 
tranken. die stimmung war gereizt, aggrisiv. sie mussten die bier 
flasche aus dem fenster schmeissen und dann ging die reise weiter. diese 
kleine episode zeigt, wie eikel die lage zwischen francophone and 
anglophone ist und wie wenig es braucht um eine explosive stimmung zu haben.

in yaounde nahmen wir ein taxi bis terminus, die weitere fahrt nach 
mimboman machten wir wie üblich mit einem moto taxi, because the normal 
taxi nicht dort fahren, da die strasse zu schlecht sei. so fuhren zu 
dritt mit einem moto: es ist jedes mal ein kleines abenteuer, da es 
wirklich durch loecher, wasser geht und jede(r) ist froh nach diesen 10  
- 15 minuten fahrt , heil anzukommen. ch habe zwar der chauffer gefragt, 
wie oft ist er schon umgefallen ist und er sagte bestimmt: "jamais" also 
nie.

montag 25.11.2007
besuch bei verschiedene firmen, um internet anschluss abzuklären. 
neuerdings hat yaounde ein internet mit glasfaser erhalten, was eine 
schnelle verbindung erlauben sollte. aber es gibt sehr viele 
unterbrüche. ein unterbruch betraf die ganze läner zentral und west 
afrika. jetzt gibt es viele probleme, da viele internet benützer von 
satellit auf glasfaser umgestellt haben: jetzt gibt es aber viele 
probleme mit glasfaser...

dienstag 26.11.2007
besuch einer schule der linux group in yaounde.
die gruppe hat ein kleines ltsp (linux terminal server project) 
netzwerk. es sind sehr jungen schuelerInnen und sie sind eifrig an 
lernen: tippen, homepage lernen, brief tippen... ein  quartierbewohner, 
der  computer repariert hatte und jetzt aber arbeitlos, ist der 
administrator des netzwerks und macht die schulung.

mittwoch 27.1.1.2007
wiederum klasse mit der gruppe in yaounde. mit einer frau, die 
landwirtschaftkooperative macht, haben wir diskutiert ueber bio 
landwirtschaft: wir werden es weiterverfolgen.

donnerstag 28.11.2007
fahrt yaounde limbe
es gibt aber kein bus direkt, wir muessen durch douala, die reise 
dauerte den ganzen tag.

freitag 29.11.2007
eine wohnung ist fertig, wir haben sicht auf ozean und wir leben jetzt 
in isokolo ein fischerdorf neben limbe.
besuch bei der ong "martin luether king" in limbe. wir haben eine 
diskussion mit patrize, ein holländer, der in limbe tätig ist.

samstag 02.12.2007
ein fischer des dorfes kam zu uns. er erzaehlte die geschichte dieses 
dorfes, ihre braeuche. er hat ein kleines pirogue, wirklich klein, 
fischt aber damit barracuda, hai...

sonntag 03.12.2007
die frau des fischers hat uns eingeladen: ein kleines haus ganz nah am 
meer, wo die frische brise sehr angenehm kühlt.

montag 04.12.2007
wir gehen in der stadt, es ist 10 minuten taxifahrt. die meisten leute 
fahren hier mit taxi: entweder autos als kollektive taxi, die meisten 
toyota corolla, oder motos, praktisch alle von china, mit bis 4 leute drauf.

dienstag 05.12.2007
erstes treffen in der wohnung in isokolo: es kamen 10 leute, die von 
martin lüther king ngo, vetreter eines isp (internet services provider) 
in limbe, someone of kumba eine stadt in der nähe.
sieh www.njabisoli.org

mittwoch 06.12.2007
treffen mit dem "head of the village". in den doerfern sind die 
traditionen noch ganz fest veankert, aber es sind sehr offene begegnung, 
sie haben uns gefragt, was wir wollen und wir haben erklärt was unsere 
absichten sind. für nächsten freitag ist ein treffen geplant.

wir sind erreichbar unter
kamerun at immerda.ch
und wir freuen uns ueber vorschläge,wie auch kritiken, im moment haben 
wir nur internet durch internet cafe, so ist  internet radio  im moment 
nicht möglich, abr was nicht ist, kann  noch werden.
 
michel