[linuxola] help

norsie norsie at swissinfo.org
Son Mai 28 22:17:35 CEST 2006


Am Samstag, 27. Mai 2006 12.00 schrieb linuxola-request at wilhelmtux.ch:
> Um Emails an die Liste linuxola zu schicken, schicken Sie diese an die
> Adresse
> 	linuxola at wilhelmtux.ch
>
> Um sich via Web von der Liste zu entfernen oder draufzusetzen:
> 	http://wilhelmtux.ch/vmailman/listinfo/linuxola
> oder, via Email, schicken Sie eine Email mit dem Wort 'help' in
> Subject/Betreff oder im Text an
> 	linuxola-request at wilhelmtux.ch
>
> Sie koennen den Listenverwalter dieser Lister unter der Adresse
> 	linuxola-owner at wilhelmtux.ch
> erreichen
>
> Wenn Sie antworten, bitte editieren Sie die Subject/Betreff auf einen
> sinnvollen Inhalt der spezifischer ist als "Re: Contents of linuxola
> digest..."
>
>
> Meldungen des Tages:
>
>    1.
>        Fwd: Verein zur Unterstuetzung von Menschen stellt seine Taetigkeit
>       ein (Amadeus Wittwer)
>    2.
>        Fwd: Re: Verein zur Unterstuetzung von Menschen stellt seine
>       Taetigkeit ein (Amadeus Wittwer)
>    3. Fwd: EInstellung VUM - =?iso-8859-15?q?Hinterg=FCnde_und?=
>        Ausblicke (Amadeus Wittwer)
>
>
> ----------------------------------------------------------------------
>
> Date: Fri, 26 May 2006 19:50:18 +0200
> From: Amadeus Wittwer <amadeus at solnet.ch>
> To: linuxola at wilhelmtux.ch
> Subject: [linuxola]
>  Fwd: Verein zur Unterstuetzung von Menschen stellt seine Taetigkeit ein
> Message-ID: <200605261950.18323.amadeus at solnet.ch>
> Content-Type: text/plain;
>   charset="utf-8"
> MIME-Version: 1.0
> Content-Transfer-Encoding: 8bit
> Precedence: list
> Reply-To: linuxola at wilhelmtux.ch
> Message: 1
>
> Hello zusammen
>
> Ich leite euch ein Mail von Ingo weiter.
> Er hat lange für den Verein VUM gearbeitet.
> VUM hat eine ähliche Grundlage wie wir.
> Die Fragen die ich ihm darauf gestellt habe
> sind im nächsten Mail enthalten.
>
> peace + be wild  amadeus
>
>
> Hallo,
> diese Nachricht, mit einem kurzen Abschlussbericht ergeht an alle, deren
> Adresse im VUM-/BnB-Verteiler noch gelistet sind.
>
> Danke fuer dein Engagement/Hilfe, wir haben einiges bewegen koennen, doch
> dazu mehr im herzhaft kurz gehaltenen Abschlussbericht, den du von der
> VUM-Seite herunterladen kannst:
>
>    PDF:  http://www.vum.at/bilanz/Die_Bilanz.pdf
>    HTML: http://www.vum.at/bilanz/Die_Bilanz.html
>
> Liebe Gruesse, Ingo.
>
> P.S. Es ist dies die *letzte* Aussendung von VUM und auch von Bino na Biso.
> Solltest du an dem Bericht ueber Bino na Biso interessiert sein, bitte um
> kurze Nachricht, dann merken wir dich zur Benachrichtigung gerne vor.
> (Unser kleiner Beitrag zu Umsetzeung des sehr sinnvollen TK-Gesetzes, gegen
> die wenig sinnvolle Emailfut) --
> Ingo Lantschner
> T (+43-1) 59 55 766
> M (+43-664) 143 84 18
>
> --
> Amadeus Wittwer
> Hubelhüsistr.42
> 3147 Mittelhäusern
>
> ------------------------------
>
> Date: Fri, 26 May 2006 19:51:06 +0200
> From: Amadeus Wittwer <amadeus at solnet.ch>
> To: linuxola at wilhelmtux.ch
> Subject: [linuxola]
>  Fwd: Re: Verein zur Unterstuetzung von Menschen stellt seine Taetigkeit
> ein Message-ID: <200605261951.07168.amadeus at solnet.ch>
> Content-Type: text/plain;
>   charset="iso-8859-1"
> MIME-Version: 1.0
> Content-Transfer-Encoding: 8bit
> Precedence: list
> Reply-To: linuxola at wilhelmtux.ch
> Message: 2
>
> Hier das Weitere von Ingo -> VUM...
>
> ----------  Weitergeleitete Nachricht  ----------
>
> Subject: Re: Verein zur Unterstuetzung von Menschen stellt seine Taetigkeit
> ein Date: Mittwoch 24 Mai 2006 15:50
> From: Ingo Lantschner <ingo at binonabiso.com>
> To: Amadeus Wittwer <amadeus at vorortsupport.ch>
>
> Amadeus Wittwer schrieb:
> > Mit einem traurigen und einem lachenden Auge muss ich dein Mail lesen.
> > Schön all diese Erfahrungen und Taten die vollbracht wurden und schade,
> > dass die Kraft nicht mehr weiter reicht.
> >
> > Ihr packt zusammen - wir (www.linuxola.org) bauen auf! Vielleicht kennst
> > du noch ein paar Spender die wieterhin eine ähnliche Sache unterstützen
> > wollen. ;-)
>
> Hallo Amadeus,
> der Grund ist, dass das funktionale Rcycling mit dem unumgänglichen
> Transport Nord-Süd keinen Sinn mehr macht. Die Öko- aber auch die
> wirtschaftliche Bilanz ist bei diesem Modell grauslig. Das war vor ein
> paar Jahren anders, da war es wenigstens wirtschaftlich interessant.
> Ich finde diese Entwicklung eher erfreulich, denn so kehrt auch für
> Afrika mehr Normalität ein.
>
> > Was sind denn die Gründe für das Einstellen deiner/eurer Aktivität?
> > Welche Fehler sollten wir nicht machen oder vor welchen Fallen kannst du
> > uns bewahren?
>
> 1. siehe oben; versucht den Fokus weg von Altgeräten zu nehmen und mehr
> in Richtung Neukauf (Direktimport nach Afrika aus Asien) zu gehen.
>
> 2. Haltets maximale Distanz zur Entwicklungshilfe, nichts verschenken
> besser Fair-Trade als Almosen. Ein guter Ansatz, aber NICHT perfekt ist
> Bino na Biso shau mal auf www.binonabiso.com, vor allem das
> Geschäftsmodell hat sich in Ansätzen gut bewährt.
>
> 3. Super finde ich dass ihr mit Linux anfangts - das ist sehr sinnvoll.
> Aufpassen würde ich mit Bastellösungen, besser ein Standard wie Ubuntu.
> Eine Kooperation mit Canonical (Ubuntu) erschiene mir sehr
> erstebenswert. Die machen das verdammt gut.
>
> 4. Schaut's dass die AfrikanerInnen mitreden und zu Wort kommen-  das
> Blog auf Eurer Seite ist ein super Schritt in diese Richtung. Gefällt
> mir sehr gut.
>
> 5. Lies die diversen im Anhang zum Abschlussbericht genannten Handbücher
> , Berichte, ... da steht vieles drin was mir jetzt nicht einfällt.
>
> Gerne verlinke ich Euch von unserer Seite weg - wir bekommen immer noch
> Angebote bzgl. HW und Mitarbeit. Ein Retourlink auf www.vum.at und
> www.binonabiso.com freut auch mich :-)
>
> Na dann, bis bald Ingo.
>
> --
> Ingo Lantschner
> T (+43-1) 59 55 766
> M (+43-664) 143 84 18
>
>
> -------------------------------------------------------
>
> --
> Amadeus Wittwer
> Hubelhüsistr.42
> 3147 Mittelhäusern
>
> ------------------------------
>
> Date: Fri, 26 May 2006 19:52:30 +0200
> From: Amadeus Wittwer <amadeus at solnet.ch>
> To: linuxola at wilhelmtux.ch
> Subject: [linuxola] Fwd: EInstellung VUM -
> =?iso-8859-15?q?Hinterg=FCnde_und?= Ausblicke
> Message-ID: <200605261952.30827.amadeus at solnet.ch>
> Content-Type: text/plain;
>   charset="iso-8859-15"
> MIME-Version: 1.0
> Content-Transfer-Encoding: 8bit
> Precedence: list
> Reply-To: linuxola at wilhelmtux.ch
> Message: 3
>
> ...und noch eins (also das ist nun Nummer 3, ev. noch die beiden anderen
> voher lesen!)...
>
> ----------  Weitergeleitete Nachricht  ----------
>
> Subject: EInstellung VUM - Hintergünde und Ausblicke
> Date: Freitag 26 Mai 2006 10:30
> From: Ingo Lantschner <ingo at binonabiso.com>
> To: info at vum.at
>
> Hallo,
> nachdem mich täglich mehrere EMails erreichen mit der Bitte die
> Hintergründe für die Auflösung von VUM zu erklären, hier ein paar
> Zeilen, die das hoffentlich verständlich beschreiben; am Ende fasse ich
> kurz die Ausblicke zusammen:
>
> Fast jede Berichterstattung über VUM enthielt diesen Absatz:
>     "Der Verein, der ausschliesslich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern
>     besteht, hat es sich zum Ziel gemacht, die Vernetzung und den
>     Austausch von zwischenmenschlichen und kulturellen Ideen zwischen
>     Afrika und Europa zu verbessern. Hierfür sammeln und adaptieren wir
>     gebrauchte, aber brauchbare Computer, transportieren diese nach
>     Afrika und schulen die Menschen vor Ort im Umgang mit den Rechnern
>     und dem Internet."
> Genau dieser Satz findet sich auch auf der Startseite unserer Homepage,
> womit wir in Sachen Eigen-/Fremdwahrnehmung eine erstaunliche
> Übereinstimmung erzielt haben. Doch das Hunderl liegt im Detail ...
>
> 1. Offensichtlich genügen die beiden Worte "ehrenamtlich" und "Afrika"
> um als "NGO" und EZA-Organisation klassifiziert zu werden. Während NGO
> im engeren Wortsinn noch ok ist, wollten wir mit EZA nichts zu tun
> haben. Dass es dann doch passiert ist, ist nachträglich betrachtet gut
> gewesen. Denn nachdem wir uns solcherart davon überzeugt hatten, dass
> wir mit dem Konzept EZA die falschen Leute anziehen und jene, die noch
> nicht korumpiert sind in Richtung Koruption und Abhängigkeit drängen
> haben wir uns entschlossen mit Bino na Biso einen Gegenvorschlag zu
> päsentieren und umzusetzen. Bino na Biso haben wir von Anfang an als
> gewinnorientierte, interkulturelle Dotcom mit Anspruch auf Fairness und
> Nachhaltigkeit ("humanistische Kooperative") positioniert. Das hat sich
> zunächst einmal bewährt. Die zuvor euphemistische als "Partner"
> umschriebenen "Nehmer" waren damit Mitarbeiter, Eigententümer und Kunden
> mit denen Verträge, Preise, Löhne und Inhalte auszuhandeln waren.
> Das ergab einen schönen Rahmen für die heiss begehrte Begegnung auf
> selber Augenhöhe.
> Wie das halt so ist, wenn man Neuland betritt, um alte Fehler hinter
> sich zu lassen: Man macht neue Erfahrungen und vieles von dem erweisst
> sich im nachhinein wiederum als suboptimal. Es gibt also genug, was es
> an Bino na Biso zu verbessern gäbe, doch dazu erst in einem eigenen
> Bericht, für den es zur Zeit noch zu früh wäre. Auf der Haben-Seite von
> BnB steht aber eindeutig das gemeinsam erarbeitete Geschäfstsmodell,
> dass sich nicht nur schön liest, sondern für alle die daran
> mitgearbeitet haben eine starke Motivation darstellt.
> (http://www.binonabiso.com/de/org.html)
>
> 2. Das Konzept gebrauchte HW gen Süden zu transportieren hatte zu jedem
> Zeitpunkt einen Haken: Die Ökobilanz (vor allem der Energieaufwand) ist
> grauslig. Als Humanisten stellten wir nun nicht die Natur über alles und
> so war es in den 90ern durchaus legitim, dies in Kauf zu nehmen, denn
> der Nutzen des Projektes für die Menschen überwiegte bei weitem die
> ökologischen Bedenken.
> Dies gilt heute nicht mehr: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich
> die Welt in den paar Jahren weiter gedreht hat. Vor allem Asien, und
> hier allen voran China nimmt den afrikanischen Markt ernst und bedient
> ihn mit leistbaren und leistungsfähigen Produkten. Insofern können wir
> nun getrost aufhören, den schwarzen Kontinent mit Almosen vollzumüllen -
> man kann vielerorts neue Computer zu einem Preis erwerben, der einen
> Transport alter HW unwirtschaftlich macht. Ich denke das ist gut so.
>
> Zur Frage "macht's ihr weiter und wenn ja wie": Also ich für meinen Teil
> mache sicherlich in der einen oder anderen Form weiter. Und von dem
> einen oder der anderen Mitstreiterin kommen ähnliche Signale - hätte
> mich auch gewundert wenn nicht :-) Nur brauchen wir dazu den VUM nicht
> mehr. Für ICT-Projekte im afrikanischen Raum haben wir mit Bino na Biso
> ein fortschriittlicheres Modell; und wenn wir den o.g. Punkt 2.) noch
> berücksichtigen, wäre anzudenken, die Idee des funktionalen Recyclings
> von HW beizubehalten, aber auf die Transporte gen Süden zu verzichten.
> Dann könnten wir z.B. eine Kooperative hier vor Ort bauen, und mittels
> "freier Software" hochinteressante Bildungs- und Recyclingprojekte
> starten. Cool oder?
>
> Alsdenn, ist ganz schön lange geworden, aber ihr wolltet es ja wissen  -
> danke für euer Interesse und lieben Gruss, Ingo.
>
> P.S:
> Übrigends: In der CH hat sich eine Organisation gebildet, die ähnlich
> wie VUM vorgeht, und wer weiss, was daraus noch alles wird ... dort kann
> man sich also auch hinwenden: http://www.linuxola.org/
>
> --
> Ingo Lantschner
> T (+43-1) 59 55 766
> M (+43-664) 143 84 18
>
>
> -------------------------------------------------------